Re: Wir ziehen die Grenze! - Polizei darf auf Verbindungsdaten von Jo…

> > … ja.
> Ich jetzt aber nicht mehr.
… dein Problem.
> > … ach so bezeichnet man die Grundrechte neuerdings?
> Nein so bezeichnet man immer noch Gewohnheitsrecht.
… gibt’s für dich dann überhaupt Grundrechte?
> In diesem Fall haette ich auf jedes Recht verzichtet. Obwohl diese
> Geschichte langsam totgetrampelt wird haette ich in unseren
> Breitengraden das nicht mehr fuer moeglich gehalten.
… wieso? Du befürwortest doch in anderen Bereichen auch neue
Massnahmen und Einschränkungen, wenn ich dich richtig verstanden
habe. Zusammen mit den anderen gelingt es dir sicher, eine schöne
neue Welt zu schaffen (frei nach A. Huxley)
> Da wollen wir aber nicht mehr hin oder?
… sind erst einmal die Medien am Gängelband, geht der Rest auch
ganz einfach. Keine Ahnung, wie du zu der Überzeugung kommst, dass
nach der Einschränkung gewisser “Privilegien” nichts mehr nachkommt,
ich kann nicht erkennen, dass sich die derzeitige Generation
ethisch/moralisch nennenswert weiterentwickelt hat. Vielleicht kannst
du mir ja ein Beispiel in der Geschichte nennen, wo die Leute
aufgehört haben, bevor’s unterträglich wurde.
> > Solche Ideen sind es natürlich wert, laufend neu überdacht zu werden.
> Sind sie! Wie Du schon selber festgestellt hast sollten einige so
> ueberdacht werden das Sie abgeschaft werden.
… eben. Für dich ist es ok, wenn die Polizei aufgrund bestimmter
Regelungen ab nun Journalisten entsprechend überwachen kann, für
andere ist es ok, wenn man Informationen wieder durch Folter gewinnen
kann, usw. Wenn ihr alle an einem Strang zieht, steht der perfekte
Staat in null komma nichts. Vermutlich wurde über die DDR nur
gelästert, weil man selbst dorthin wollte.
>
> > > Tja lass mal sehen alte Sprueche… mitgehangen, mitgefangen oder wie
> > > ging der noch?
> Je oler je doller.
… schön, wenn du deine eigenen Aussagen auch noch kommentierst.
Spart mir Zeit.
> > … vergiss’ die Sippenhaft nicht. Solche Errungenschaften wollen
> > alle neu überdacht werden.
> Wenn dann Kastenhaft.
… auch gut. Hauptsache alle über einen Kamm scheren, das reduziert
den organisatorischen Aufwand.
> > … nein, aber du hattest ja auch nie vor, ernsthaft Argumente für
> > dieses Thema zu liefern, oder?
> Doch! Aber bitte hier eben nochmal.
> In dieser ganzen Geschichte erwaehnt man Meinungsfreiheit,
> Pressefreiheit, Informationsfreiheit. Das Thema um das es geht ist
> aber nicht die Behinderung der Veroeffentlichung von Informationen
> sondern das bewuste Zurueckhalten der selbigen.
… und das gerät in Konflikt mit der Veröffentlichung von
Informationen, die andere lieber geheimhalten würden. Wie will man da
noch Problem/Skandale aufdecken, wenn man als Informant rechnen muss,
sofort aufgespürt zu werden? Whistleblower kriegen generell keine
Anerkennung sondern nur Schwierigkeiten. Wenn dann die Bemühungen
noch im Keim erstickt werden, weil die Gegenseite mit entsprechenden
Vorwänden sofort das Leck aufspüren und unschädlich machen kann,
ist’s vorbei. Und dass das passieren wird, liegt für mich auf der
Hand, oder ist zB die Spiegel-Affäre schon wieder in Vergessenheit
geraten?
> Mich stoert dass ein
> einziger abwaegen kann welche Informationen wem schaden koennen. Nein
> das sollten mehrere entscheiden.
… diese Einzelentscheidung findest du aber auch an anderer Stelle.
Wieviele Richter braucht man wohl, um eine Abhörgenehmigung zu
bekommen?
> Gab es einen Initiative der
> Journalisten eine Ethikkommision die sich damit befasst haette? Es
> wird von uns erwartet hinzunehmen das ein Journalist urteilen kann ob
> ein Verbrecher inaktiv ist oder der Allgemeinheit nicht schaden wird
> nur weil er jemand anderen verpfiffen hat. Wenn dieser Journalist
> dazu in der Lage ist hat er seinen Beruf verfehlt man braeuchte Ihn
> ganz dringend in Vollzugsanstallten um zu sagen wann ein Verurteilter
> Straftaeter wieder raus darf. Nein so einfach ist es wohl nicht.
> Was mich nochmehr als dass stoert ist eine alte Idee die von wohl
> noch nie so “ueberdacht” wurde. Es sind immer diese kleinen Ausnahmen
> und Fehlverhalten die dazu hergenommen werden der breiten Masse eine
> Massnahme aufzudruecken und tatsaechlich Freiheiten zu beschneiden.
> Man kommt nicht auf die Idee zu sagen “wir klonen jetzt Menschen”
> nein Stueck fuer Stueck wird daran gesegt bis die politische Lage und
> die Gelegenheit es erlaubt. Man kommt auch nicht auf die Idee gleich
> die ganze Befoelkerung zu belauschen. Erst kommen die Jungs auf den
> Kicker die wirklich mit Verbrechern zu tun haben aber statt
> Verantwortung zu uebernehmen solange auf ihr “Recht” verweisen bis es
> absurt wird. Vieleicht ein anderes Beispiel siehe die
> sicherheitsmassnahmen nach den 11.9 in den USA das ist doch wirklich
> absurt.
… und hier fangen wir halt bei den Informanten der Journalisten an.
Ich kann da keine allzugrossen Unterschiede feststellen, ich denke,
da trübt deine Aversion gegenüber manchem Journalisten dein
Urteilsvermögen.
> Wieso sollte ich mich fuer ein Privileg einer Gruppe stark machen der
> ich nicht vertrauen kann? Wieso sollten meine Rechte daran gekoppelt
> sein?
… mit dem Argument könnte ich auch gegen Exekutive und Judikative
argumentieren. Wieso soll man diesen mehr vertrauen können? Sind auch
nur Menschen.
> Irgenwie sehe ich das nicht.
> Sachlich genug?
… guter Versuch, obwohl du dir aus meiner Sicht z.T. widersprichst.
Bei der Demontage an anderer Stelle bist du dagegen, aber bei den
Journalisten ist’s dir recht. So agieren übrigens auch die
Befürworter für andere Einschränkungen und Änderungen. Alle Ideen
zusammengenommen führen dann wieder in altbekannte Zustände.
cd

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